Ich war am Wochenende unterwegs. Zuerst zum Speakertreffen in Ingolstadt und dann über Halle Richtung Wolfsburg. Dabei hatte ich viel mit Menschen zu tun und freute mich über die vielen kleinen Nettigkeiten: der unbekannte Mann hievt mit einem Lächeln meinen Koffer ins Gepäckfach, der Busfahrer wartet auf mich, jemand lässt mich vor, Freundin Eike holt mich in Halle ab und chauffiert mich gen Wolfsburg. Und sie brachte mir noch frische Zucchinis und Tomaten aus ihrem Garten mit. Ein Fest für eine Städterin!
Nur um ein paar wenige Beispiele zu nennen.
Immer wieder tut es mir in der Seele weh, wenn Menschen, denen ähnlich Gutes geschieht, dies nicht zu würdigen wissen. Sondern Freundlichkeiten entgegennehmen und ungerührt ihr Ding weitermachen. Aus Coolnessgründen? Egal warum, ich finde es schrecklich.
Dann fällt mir wieder einmal Roger Willemsen ein. Seine Schriftstellerkollegin Judith Hermann erzählte einmal, dass sie während der Frankfurter Buchmesse ein Taxi nahm, aus dem gerade Roger Willemsen entstiegen war. Sie begrüßen sich kurz, dann zog er weiter. Während der folgenden Fahrt fragte der Taxifahrer Judith Hermann, wie denn der Mann hieß, den er vor ihr gefahren hat.
Er wollte sich den Namen merken, denn das sei der höflichste Mensch gewesen, den er je getroffen habe.
Diese Geschichte habe ich im Februar in der Süddeutschen Zeitung* gelesen, da war Roger Willemsen schon 10 Jahre tot und noch immer wirkt sein Ruf als höflicher Mensch.
Höflichkeit ist eine wunderbare Eigenschaft!
Termine
Und bevor ich mich wieder auf den Weg mache, möchte ich euch noch auf die offenen Termine hinweisen:
- Schreibe mit mir am 14. September online, aber live, von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr
- Oder werde schlagfertiger am Dienstag, 29. September online und live, von 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr
- Oder erfahre von mir Wie man einen Blog schreibt am Montag, den 19. Oktober, auch online live von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr.
Noch mehr Termine, alle Details und Anmeldemöglichkeit findest du hier
Eine schöne „Noch ist Sommer“-Woche
wünscht Deine und Ihre
Monika Scheddin
*Quelle: Nils Minkmar in der Süddeutschen Zeitung 7./8. Februar 2026
