Liebe Leute, ich melde mich zurück von meinem Sommerurlaub. Ich weiß nicht, wie es für euch war, aber ich habe ihn genossen, diesen Sommer. In vollen Zügen. Badeseen ausprobiert und einen neuen Lieblingssee gefunden: den Echinger See. Den kann ich ganz unkompliziert von Schwabing aus ansteuern, auch für eine Feierabend Runde.
Diesen Sommer mochte ich auch, weil er so ausgewogen war. Er hat uns von tropischen Nächten nahezu ferngehalten. Man konnte auch ohne Klimaanlage nachts o.k. schlafen. Es hat genug geregnet (praktischerweise oft nachts), so dass die Bäume und Wiesen grün blieben. 
Im Uhrzeigersinn: Adele, mit Karen Christine Angermayer, alle Landschaftsbilder Gifhorn, mit Tiki Küstenmacher
Mein Highlight im August war Adele.
Noch nie hat mich eine Künstlerin derart verzaubert wie sie. Sie ist nicht nur eine fantastische Sängerin, sondern auch eine exzellente Gastgeberin. Man nimmt es ihr zu 100 % ab, dass sie ihr Publikum liebt. Und sie bleibt irgendwie das Mädchen von nebenan, das herrliche Grimassen schneiden kann. In Sachen Bühnenpräsenz und Authentizität liegt Adele ganz weit vorn. Gleichzeitig lässt sie sich wenig beeindrucken vom dem, was man so macht. Wenn sie eine Pause braucht, um ihre schöpferischen Batterien aufzuladen, dann nimmt sie sich eine – ohne Angst, dass sie vom Publikum vergessen wird.
Noch jemand hat mich umgehauen: die Schauspielerin Gisa Flake in „Inas Nacht“. Sie hat den Song von Gitte „Ich will alles“ phänomenal interpretiert. Man achte auf den Text! Auch der ganze Auftritt bei Ina Müller ist sehenswert.
Ansonsten war ich viel unterwegs, habe ich viele Leute getroffen, schöne Gespräche gehabt und gehe inspiriert in den Herbst.
Ein wenig habe ich schon gearbeitet. Einen 1,5-tägigen Workshop „Networking / Connection“ in München und einen Vortrag zum Thema Schlagfertigkeit im wunderbaren Gifhorn. Beide Male für ein großartiges Publikum.
Stress raus – entspannt reisen
Und weil man sich auf die Bahn insoweit verlassen kann, als dass man sich eben nicht auf sie verlassen kann, bin ich am Vortag angereist und hatte genügend Zeit mir Gifhorn anzuschauen. Das lohnt sich voll. Vor allen Dingen das Mühlenmuseum ist ein echter Hit.
Netzwerken unter Gleichgesinnten
Vergangenes Wochenende war ich auf der GSA (German Speakers Association) Convention, das Branchentreffen professioneller Speaker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich bin ein großer Fan vom Vernetzen mit Kollegen und Kolleginnen. Zu schauen, was andere machen. Was mir persönlich gefällt und was nicht. Tipps und Trends erfahren. Unverhoffte Begegnungen machen.
So traf ich den legendären Tiki Küstenmacher endlich mal wieder. Die meisten von euch werden ihn kennen von seinem Bestseller „Simplify your life“, den er gemeinsam mit Zeitmanagementpapst Lothar Seiwerth geschrieben hat. Tiki ist ein kluger, großzügiger und humorvoller Mensch. Das letzte Mal begegneten wir uns zufällig am Bahnhof von Baden Baden und tauschten uns volle vier Stunden im Speisewagen aus.
In München angekommen bedankten sich Mitreisende bei uns für das tolle Gespräch. Der Speisewagen hatte sich atmosphärisch in einen Salon verwandelt. Das schafft man nur mit Tiki Küstenmacher.
Zeitmanagement-Tipp
Von ihm stammt dieser Zeitmanagement-Tipp: „Wenn du zeitlich nicht mehr klarkommst, weil du von eMails überschwemmt wirst, dann lösche einfach mal 1.000 Mails. Alles, was wichtig ist, kommt ein zweites Mal daher“.
Diesen Tipp habe ich zwar nie 1:1 umgesetzt, aber seitdem lösche ich konsequent alle Mails, von denen ich nicht weiß, ob sie relevant sind oder nicht. Erst, wenn eine freundliche (!) Nachfrage kommt, schenke ich der Angelegenheit überhaupt Aufmerksamkeit. Dieser Tipp war und ist für mich Gold wert, denn in den allermeisten Fällen wird nie wieder nachgefasst. Das heißt früher habe ich die Ansinnen anderer wichtiger genommen als sie selbst.
Sehr zuverlässig trifft man auf der GSA Convention Karen Christine Angermayer, die nicht nur selbst erfolgreich Bücher schreibt, sondern auch andere unterstützt beim Bücherschreiben und einen eigenen Verlag hat. Jetzt hat sie auch noch einen großartigen, sehr empfehlenswerten Podcast SCHREIBZEIT gestartet – eben rund ums Thema Schreiben.
Buchtipp

Um den Sommer noch ein wenig zu verlängern ist dies meine Gute-Nacht-Lektüre. Eine gute Wahl, wie ich schon nach wenigen Seiten weiß. Und darum geht es: Erst am Sterbebett seiner Großmutter erfährt Tanner Hughes den Namen seines Vaters. Er macht sich auf nach Asheboro, North Carolina, um ihn zu finden. Zunächst findet er jedoch jemand anderen: die alleinerziehende Kaitlyn. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch schon bald muss Tanner beruflich zurück nach Kamerun. Währenddessen versucht der 83-jährige Jasper, in den Wäldern von Asheboro einen seltenen weißen Hirsch zu schützen. Es menschelt gewaltig in diesem Buch.
Einen schönen Spätsommer und eine gute Rückkehr in den Arbeitsalltag wünscht von Herzen Deine und Ihre
Monika Scheddin
