Gerade bekomme ich einen Newsletter. Ungefragt, das ist das eine. Ungeschickt das andere. Nämlich ohne persönliche Anrede, einfach an die info@-Mail-Adresse ans Sekretariat geschickt.

Dieser Newsletter handelt von den „Fünf Schritten zur Entwicklung Ihrer Bestandskunden“ und wünscht meinem Sekretariat: „Einen schönen guten Abend!“ Die sind am Freitagabend bereits im wohlverdienten Wochenende.

Der Newsletter formuliert weiter: „Eine der am häufigsten gestellten Fragen in meinen Workshops und Seminaren lautet: „Wie schaffe ich es, schnell neue Kunden zu gewinnen?“

Wenn ich als Unternehmerin nach 25 Jahren eines verstanden habe, dann das: Schnell geht in puncto Kundengewinnung gar nichts, es sei denn, ich bin Fischverkäufer auf dem Hamburger Wochenmarkt. Und wenn ich wirklich Wert auf langanhaltende Qualitätsbeziehungen lege, tue ich gut daran, den potenziellen Kunden meine Anerkennung zu zeigen. Wie? Indem ich mir die Mühe mache, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden und ihn oder sie mit Namen anzusprechen.

Die technischen Möglichkeiten gibt es seit den 80er Jahren.
Ja, das ist Arbeit. Kommt aber an.
Alles andere ist wie eine Überweisung ohne Begünstigten.

Einen schönen Start in die Woche wünscht Ihre und Eure Monika Scheddin

 

P.S. „Einen schönen guten Abend!“ – „Hallo!“ – „Sehr geehrte Damen und Herren!“ – kann eigentlich nur noch durch „Sehr geehrte Firma“  oder „Sehr geehrte Herren“ an Desinteresse und mangelnder Wertschätzung getoppt werden.