Was ist ein Elevator Pitch?
Der Begriff wurde ursprünglich von amerikanischen Vertrieblern geprägt, die oft nur die Chance hatten, Kunden und Chefs während der Dauer einer Aufzugfahrt von ihrer Idee zu überzeugen. Weil die selten länger als 60 Sekunden dauerte, mussten alle relevanten Informationen in dieses Zeitfenster passen: Kurzvorstellung, Begeisterung für das Projekt wecken und den Auftrag an Land ziehen bzw. Entscheider überzeugen.
Der Elevator Pitch steht noch heute für „Wirken und Eindruck hinterlassen“ auf den ersten Blick. Ziel: In Erinnerung bleiben und überzeugen! Bei den meisten Selbstvorstellungen jedoch erinnert man sich weder an den Namen noch begreift man, was dieses Person tatsächlich für einen Beruf hat.
Hier ein Beispiel für einen richtig gelungenen Elevator Pitch (live erlebt 2015). Danke schön, liebe Frau Dr. Kreibich, dass ich ihn zitieren darf:
„Mein Name ist Kreibich. Christina Kreibich.*
Seit 5 Jahren bin ich bei der Wieland Electric in Bamberg für Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung verantwortlich.
Wieland – das ist einer von den sogenannten „hidden champions“ in Oberfranken.
Sie kennen uns, denn gemeinsam mit Osram haben wir u. a. die Christus-Statue in Rio de Janeiro zum Leuchten gebracht.
Im Rahmen der Fußball-WM war die Christus-Statue täglich im TV zu sehen. Möglich wird die farbige Illumination der Statue durch extrem Outdoor-taugliche Steckverbinder von Wieland Electric, die in ihrem Bereich Testsieger sind.“

Warum funktioniert dieser Elevator Pitch so gut?
- Dr. Kreibich befolgt die James-Bond-Regel. Erst Nachnamen nennen, dann Vor- und Nachnamen wiederholen. Eben genauso wie es James Bond tut. So prägt sich ein Name ein. Wäre der Rahmen informeller, stellt man sich mit Vornamen vor und wiederholt dann Vor- und Nachname.
- Name dropping: ein „hidden champion“ glänzt, wenn er sich mit Marken (Osram) in Verbindung bringt
- Sie erzeugt Bilder und Gefühle in uns (Fupball-WM, Christus-Statue, Testsieger)
