Das Fünf-Faktoren-Modell ist ein wichtiges und wissenschaftlich anerkanntes Konzept zur Beschreibung von Persönlichkeit. Grundlage sind fünf zentrale, weitgehend stabile Dimensionen der Persönlichkeit („Big Five“ genannt), die sich wiederum in unterschiedliche Facetten unterteilen lassen:

  1. Emotionale Stabilität: Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Depression, Befangenheit, Impulsivität, Verletzlichkeit
  2. Extraversion: Herzlichkeit, Geselligkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Aktivität, Erlebnishunger, Frohsinn
  3. Offenheit für Erfahrungen: Fantasie, Ästhetik, Gefühle, Handlungen, Ideen, Werte und Normen
  4. Verträglichkeit: Vertrauen, Freimütigkeit, Altruismus, Entgegenkommen, Bescheidenheit, Gutherzigkeit
  5. Gewissenhaftigkeit: Kompetenz, Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Besonnenheit

Es gibt zu dem Modell eine Reihe wissenschaftlich anerkannter psychometrischer Tests, z.B. das Bochumer Inventur zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP).

Bei allen 5 Punkten gilt: Bewusstheit ist ein gutes Werkzeug. Denn das, was mir bewusst ist, kann ich ändern. Wenn ich möchte. Das richtige Maß dabei zu finden, ist eine echte Herausforderung. Wer zu ängstlich ist, verbaut sich viele Chancen. Wer dagegen vor nichts Angst hat, riskiert oft zu viel. Wer allein mit Fakten versucht, Menschen zu erreichen, wird auf Dauer versagen. Schonungslose Offenheit allerdings kann das Gegenüber genauso überfordern. Bescheidenheit macht sympathisch, aber nicht immer erfolgreich. Nur, wer auch etwas von sich preisgibt, wird Vertrauen bekommen. Disziplin und Kompetenz sind nützliche Tugenden, wenn man gleichzeitig sagen kann:

„Lieber unvollkommen begonnen, als perfekt gezögert“!

Probleme liegen oft in der Übertreibung. Man muss nicht alles können, aber man sollte sich kennen.