Der Abschluss der Coachingausbildung liegt hinter mir und ich bin ein wenig erschöpft, aber glücklich. Es fühlt sich an, als hätte ein Bauer seine Ernte einfahren. Diese ist besonders üppig ausgefallen. Nie zuvor ist es mir so bewusst geworden, dass eine Ausbildung eine Katalysatorwirkung hat. Meine Coaching-Absolvent:innen tragen ihr Können und ihre Haltung in ihre Firmen, Institutionen und Familien. Eine Mischung aus Lösungsorientierung, die Fähigkeit, wirklich zuhören zu wollen und zu können, Großzügigkeit und Humor gepaart mit Wertschätzung ist Balsam für Seele eines jeden Menschen.
Manuela, eine der frisch zertifizierten Coaches, arbeitet mit Kindern. Wenn es dort Konflikte gibt, fragt sie die Streithähne: „Hast du Lust auf ein gutes Gespräch?“ Und die Kinder haben Lust darauf. Sie lieben ihr Coaching (und kennen auch längst den Begriff), weil sie verstanden haben: Ich bin in Ordnung, auch wenn mein Verhalten vermutlich ein wenig verbesserungsfähig war. Ich kriege keinen Ärger, sondern Unterstützung.
„Hast du Lust auf ein gutes Gespräch“ ist Wirksprache vom Feinsten. Der Klassiker „wir müssen reden“ dagegen verspricht wenig Gutes.

Ich will – ich kann – ich brauche
Dieser Dreiklang gibt im Coaching eine einfache, aber gute Struktur.
1) Sich als allererstes zu fragen, was man will. (Manchmal braucht es einen Zwischenschritt davor: Was will ich nicht mehr?) Was wünscht du dir, was willst du wirklich, wirklich sein, tun oder haben? Wo ist deine Sehnsucht?
2) Dann erst schauen, was davon kannst, bist oder hast du bereits. Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringst du mit?
3) Die mentale „Einkaufsliste“ definieren, was noch benötigt wird. Wer oder was kann dir bei der Erreichung deiner Ziele oder Sehnsüchte helfen?
Eine Teilnehmerin brachte eine Postkarte mit der Abwandlung „Ich will – ich kann – ich werde“ mit.
Als Abschiedsgeschenk gab es deshalb von mir eine Insektenzeichnung, die gleich mit Manuelas wunderbar trockenem Humor quittiert wurde: „Dann lass uns gleich mal die Hausratversicherung erhöhen, wenn wir jetzt einen echten Scheddin zu Hause haben!“ Herrlich! 😊
Am letzten Abend luden mich die frisch gekürten Coaches ins Lustspielhaus zum Kabarett ein. Teresa Reichl aus Niederbayern spielte mit ihrem Programm „Obacht, i kann wos!“ auf. Wie passend. Die Gewinnerin des Bayrischen Kabarettpreises in der Kategorie „Senkrechtstarter“ erzählt von ihrer Jugend in einem 400-Seelendorf, ihrem Outing und dem nicht so leichten Weg herauszufinden, ob sie etwas kann und wenn ja, was. Die „mitgebrachten“ Männer fühlen sich sichtlich unwohl und Strecken des Programms lassen das gesamte Publikum in gespenstischer Stille mit einem mulmigen Gefühl zurück. Doch genau das macht ein Programm und auch Menschen interessant: die Kombination von Traurigem und Lustigem, positive Eigenschaften und Schwächen, Tempo und Ruhe. Wir hatten genug Gesprächsstoff und dieser Abend (tolles Geschenk!) bleibt im Gedächtnis.
Wenn auch du Interesse an meiner Coachingausbildung hast oder jemanden kennst, hier sind alle Details. Die neue Ausbildung beginnt im Oktober. Bis zum 31. August gibt es einen Frühbucherpreis.
Gerne weitersagen! Dankeschön.
Für alle von mir ausgebildeten Coaches und für dich diese weisen Worte von Platon:

So isses!
Eine herrliche Sommerwoche wünscht
Deine und Ihre Monika Scheddin
