Affirmationen sind Sätze, die uns in eine neue, bessere Richtung bringen sollen. Oft genug wiederholt sollen sie uns trainieren, positiv zu denken und zu handeln.

Typische Affirmationen sind z.B.
„Ich liebe mich, so wie ich bin.“
„Ich gebe jeden Tag mein Bestes.“
„Ich glaube fest an meine Ziele.“

Ich persönlich tue mich mit den meisten Affirmationen schwer, denn ich glaube nicht daran. Weil sie für mich meist blutleer um die Ecke kommen und selten stimmen.

Liebe ich mich, so wie ich bin?
Meistens finde ich mich ganz o.k., doch es gibt immer wieder Situationen, wo ich denke: Monika, das ginge besser.

Gebe ich jeden Tag mein Bestes?
Naja, an jedem einzelnen Tag ginge noch mehr, wenn man sich anständig ausbeuten wollte. Ich bin meistens mit Leidenschaft dabei und engagiere mich tüchtig, gleichzeitig möchte ich auch voller Lebensfreude einfach nur sein.

Ich glaube an meine Ziele, weiß aber auch: oft genug komme ich ganz woanders (und besser!) an und häufig auch noch viel später als gedacht. Aber ich komme an. Zu fest dran glauben würde meine Kreativität und Flexibilität beleidigen, denn auch die wollen ihren Job tun.

  • Mit persönlich gefallen Fragen sehr viel besser:
  • Was, wenn es möglich wäre? („es“ darf komplett offen sein, oder sehr konkret)
    Darf das sein?

Rainer Maria Rilke schrieb in einem Brief diese klugen Worte: „Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein.“

Es geht darum, sich nicht nur Hals-über-Kopf auf die Ergebnisse oder Antworten zu konzentrieren, sondern den ganzen Prozess zu lieben. Mit einer guten Frage hat man schon viel erreicht.

Für mich als Coach sind Fragen natürlich wichtiger Werkstoff.

Hier an dieser Stelle findet ihr am 29. Dezember meine Jahresabschlussfragen.

Bis dahin wünsche ich wunderbare Weihnachten. Lasst es euch gutgehen. Genießt die Zeit. Schlagt über die Stränge und lacht so viel wie möglich.

Von Herzen

Deine und Ihre
Monika Scheddin

 

 

 

PS: Übrigens auch im Theater kennt man „das magische Wenn“. Aus puren Gedanken werden erst Bilder und dann Gefühle. Gefühle wiederum sind wunderbare Veränderungsagenten. Nichts motiviert so sehr wie schlechte Gefühle, die ich loswerden will oder gute Gefühle, die ich unbedingt wieder erleben möchte.

 

PPS: Gibt es Affirmationen, die bei dir wunderbar funktionieren? Das würde mich sehr interessieren. Schreibe mir doch bitte. Danke!