Ein neues Jahr bietet sich gerade dazu an, das Leben radikal zu ändern: endlich gesund leben, mit Freude arbeiten, tolles Privatleben. Nicht zuviel futtern, regelmäßig sporteln und weder rauchen und wenn Alkohol, dann nur noch in Maßen. Beziehungen regelmäßig pflegen, nicht aufregen, Toleranz beweisen.

Ganz schön viel auf einmal. Und zugleich folgt eine erste Regel, wie man gute Vorsätze erfolgreich umsetzen kann: sich nämlich nicht zuviel auf einmal vornehmen. Die Praxis zeigt, man kann nur ein großes Ziel auf einmal erreichen (z.B. Nichtraucher werden, die Ernährung umstellen, endlich sparen). Erst wenn das neue Verhalten Routine wurde, kann das nächste Ziel angegangen werden. Also: alles hübsch nacheinander.

Entscheiden Sie sich! Ist Ihr Vorhaben ein Nice-to-have oder ein Herzensziel: Wollen Sie das Ziel wirklich erreichen und sind Sie bereit, diesem Ziel täglich Priorität einzuräumen? Nicht zuviel auf einmal vornehmen

1.    Einen guten Plan machen und befolgen. Wichtig dabei: Beginnen Sie mit leicht und gehen dann über mittel auf schwer.

2.    Besinnen Sie sich auf Ihre persönlichen Erfolgsrezepte und wenden Sie auch hier an.

3.    Zusätzlich: Neues ausprobieren

4.    Flops und Rückschritte einplanen

5.    Feiern!

 

Zu Punkt 1)

Entscheiden Sie sich: Herzensziele sind wie Haustiere. Man muss sie täglich füttern und mit ihnen Gassi gehen. Und auch Unangenehmes (wie Katzenklosäubern) gehört dazu. Für immer. Genau wie bei einer guten Partnerschaft oder Ernährungsumstellung: hier gibt es kein Anfang und kein Ende. Sie müssen einen Weg finden, wie Sie dauerhaft und gerne am Ball bleiben können.

Zu Punkt 2)

Nicht zuviel auf einmal vornehmen Ein guter Praxiskniff: Begehen Sie – je nach ihren Zielen – Ihre gute Tat des Tages für sich selber. Also entweder Sporteln oder neues Diätmenü ausprobieren oder einen Brief an die Patentante schreiben oder … (für die neuen Nichtraucher: Ihr tut schon genug, wenn ihr regelmäßig tief durchatmet – ohne Nikotin, versteht sich). Und wer mit seiner Kohle nie auskommt, kann trotzdem sparen. Beginnen Sie mit einem Dauerauftrag von Euro 25,- pro Monat und wundern sich, wie schnell es sich läppert. Man gewöhnt sich schnell an den neuen verminderten finanziellen Rahmen.

Zu Punkt 3)

Einen guten Plan machen und befolgen. Wir planen unseren Jahresurlaub in der Regel besser als unsere Ziele. Deshalb zücken Sie den Bleistift und schreiben auf: wieviele Kilos können denn realistischerweise pro Monat purzeln (Hochzeiten und Jubiläen nicht meiden sondern berücksichtigen), wie wollen Sie sporteln, wenn Sie andauernd unterwegs sind, welche Situationen haben Sie davon abgehalten, Ihre Ziele zu verfolgen? Was könnten Sie stattdessen machen? Wie machen es Andere erfolgreich?   Wenn Sie ein Neu-Sportler sind, dann definieren Sie Ihr absolutes Sportminimum: also z.B. 1 x pro Woche. Anfangs empfiehl sich einen „todsicheren“ Tag zu wählen. Z.B. am Wochenende. Schaffen Sie neue Routinen. Minimum: 1 x pro Woche 20 Minuten, Walken oder Joggen (oder Schwimmen, Radfahren …). Ziel: 3 x pro Woche. Und wenn Sie Lust haben, können Sie natürlich mehr machen. Aber nur dann.

Zu Punkt 4)

Besinnen Sie sich auf Ihre persönlichen Erfolgsrezepte. Das Erfolgsrezept für jedermann gibt es nicht. Aber es gibt Ihr Erfolgsrezept. Teile davon kennen Sie bereits – finden Sie den Rest heraus.

Zu Punkt 5)

Neues ausprobieren. Interessant ist z.B. dass Berti ihr Ziel „abnehmen“ („Ich wiege am Tag x 66 kg“) partout nicht erreichte. Als sie zum 3. Mal in Folge sich genau dieses Ziel setzte, weigerte ich mich als ihr Coach, dieses Ziel anzunehmen. Stattdessen bekam sie folgende „Verordnung“: „Du darfst alles essen, was Du willst. Und soviel Du willst. Einzige Bedingung: Du musst es genießen.“ Ein Dreivierteljahr später hatte sie erstaunliche 14 kg abgenommen und fühle sich pudelwohl.   Jeder Mensch tickt anders. Wenn Hans die neue, zu enge Hose voll motiviert, an seiner Figur zu arbeiten, lässt dies Lisa völlig kalt. Sie wiederum ist durch eine Wette mit ihrer Freundin („Wetten, dass Du es nicht schaffst …“) total angespornt.

Zu 6)

Flops und Rückschritte einplanen Flops und Rückschritte sind menschlich und damit realistisch. Seien Sie großzügig zu sich selbst – trotz aller gebotener Disziplin. Wenn Sie an einem Abend über die Stränge geschlagen haben – o.k. – morgen geht’s weiter mit dem Programm. Geben Sie sich ein Budget: z.B. einmal pro Monat darf ich sündigen, wenn ich will.

Zu 7)

Feiern! Feiern Sie Ihre Erfolge. Ganz besonders die Etappenziele. Und erstellen Sie mit der Planung schon eine Belohnliste.

Was neue Ideen für die eigenen Ziele angeht – man kann in jedem Alter dazu lernen. Seit 2009 fahre ich jeden Tag mit dem Fahrrad zu Arbeit. Bei Wind und Wetter. Nur an 4 (!) Tagen im Jahr bin ich nicht mit dem Rad gefahren wegen anhaltendem strömenden Regen bzw. Glatteis. Alle Ausreden, die ich vorher in petto hatte (durchgeschwitzt beim Kundentermin, Ölflecken auf weißer Hose) lassen sich mit etwas Organisation verhindern.

 

Ich wünsche Ihnen / Dir und auch mir ganz viel Vergnügen beim Umsetzen vom Herzensziel!

Über ganz viele persönliche Erfolgsmeldungen freut sich Monika Scheddin

P.S. Bitte beachten Sie auch meinen Beitrag „Ich höre jetzt auf zu rauchen!“ (Feb. 2007)