Wer sich jämmerlich fühlt, weil die Arbeit kein Ende nimmt, weil indes Erwartungen an die eigene Person hochgeschraubt werden und gleichzeitig Anerkennung fehlt, der möchte jammern und meckern.

Und er möchte jammern und meckern dürfen.

Das Jammertal ist eine ganz wichtige Phase zu Beginn vieler Coachings, bei denen die Schmerzgrenze einfach erreicht ist. Und im Coaching ist auch Platz fürs Jammern. Denn Jammern ist ein wichtiges Mittel der Problembewältigung.

Würde der Coach versuchen abzukürzen, etwa indem er sagt „Genug gejammert – jetzt setzen wir Ziele!“ verstünde er seinen Job nicht.

Wichtig ist: ausjammern lassen! Anfangs reicht Verständnis, sich Einfühlen und am Ende der Coachingstunde die Frage „Was würde es für Sie ein kleines bisschen besser machen?“ als Lösungsorientierung völlig aus.

Lösungen geschehen immer von

  • Wenig zu viel
  • Von klein zu groß
  • Von leicht zu schwer.

 

Von Coaching-Sitzung zu Coaching-Sitzung wird der Jammeranteil dann immer geringer.

Aber es war wichtig, denn Jammern bedeutet: Abschied nehmen von dem Problem.  

(Immer vorausgesetzt der Coachee möchte sein Problem nicht behalten).

Herzliche Grüße

Monika Scheddin