Ich kann nicht meditieren – den Satz höre ich öfter. Und dann denke ich mir: sollte man, muss man und wenn ja, warum? Ich bin überzeugt davon, dass Meditieren eine richtig gute Sache sein kann und nachweislich viel für uns tun kann, wenn man den Druck rausnimmt. Gleichzeitig überleben aber auch alle, die nicht meditieren – oder nicht wissen, dass sie es bereits tun.

Einige Gründe fürs Meditieren

Du fokussierst, konzentrierst dich, nimmst besser wahr, reflektierst, hast wertvolle Zeit für dich, bereinigst deine Festplatte. Du fühlst dich entspannter und frei.

Wann?

Egal, ob morgens, mittags oder abends. Insbesondere in Stressphasen hilft Meditation ganz nach dem Motto „Mach langsam, wenns eilt!“ Meinen Kund:innen empfehle ich gerne eine wöchentliche Qualitytime – z.B. einen Spaziergang in der Mittagspause oder alleine Mittagessen gehen und aufschreiben „was mich beschäftigt“.

Wie man es richtig macht

Es scheint so, als ob man nur in unbequemer Haltung im Schneidersitz meditieren kann. Je länger, desto besser. Daran glaube ich überhaupt nicht! Gut ist eine würdevolle Haltung – egal, ob auf dem Yogakissen oder auf einem Stuhl. Manchen Menschen fällt Stillsitzen sehr leicht, für andere ist Bewegung besser. Hauptsache du bist konzentriert dort, wo du bist. Und das kann im Schneidersitz oder beim Kochen sein, beim (Morgenseiten-)Schreiben, beim Wandern oder beim Malen. Außerdem behaupte ich, dass alle, die im Bus oder in der Bahn sitzen, ohne auf ihr Handy zu stieren, meditieren.

Sitzdenken

Es geht bei der Meditation darum, „den Geist freizumachen“ von den vielen Gedanken und Ablenkungen. Ich sitze tatsächlich gelegentlich auf meinem Yogakissen, begrüße jeden Gedanken, der kommt und erfreue mich an ihm. Dann schicke ich ihn weiter und schaue, was passiert. Meistens kommt gleich der nächste Gedanke, eine Idee, eine Erinnerung. Wertvoll oder banal. Manchmal würde ich am liebsten etwas auf den Einkaufszettel schreiben. Mache ich aber (meistens) nicht. Irgendwann ist auch mein Geist tatsächlich leer und ich sitze nur da. Aber das kann dauern. Macht aber nichts.

Wie lange?

Manchmal setze ich einen Timer und gebe mir z.B. zehn Minuten. Nach Ablauf der zehn Minuten entscheide ich, ob ich noch weitermachen möchte oder nicht. Manchmal bin ich neugierig, wie lange es dauert, bis tatsächlich keine Gedanken mehr laut anklopfen. Und so lange lasse ich es laufen.

Mit Musik oder ohne?

Das ist einfach Geschmacksache. Ich persönlich genieße die Stille.

Meditation in der Bewegung

Eine schöne Form der Meditation ist für mich meine tägliche Morgenrunde, Golfen, Kunst bestaunen und laufen in der Natur.

In Bad Ischl könnt ihr noch bis zum 27. Oktober beides zusammentun, denn im herrlichen Kaisergarten gibt es eine Kunstausstellung von Ai Weiwei zu bestaunen – sowohl drinnen als auch draußen in wundervoller Umgebung.

Bad Ischl hat auch noch einen romantischen Hintergrund, denn hier verliebten sich Sisi und Franzl ineinander und es wurde gleich Verlobung gefeiert. Die Kaiservilla und der Kaisergarten – wo die Ausstellung ist – war die Sommerresidenz der beiden.

Wir konnten letzte Woche alles bei Kaiserinnenwetter genießen.

Wie schaut es bei dir aus:

Meditierst du? Wie? Wie war dein Weg und was hast du vom Meditieren?

Eine schöne Herbstwoche wünscht von Herzen

Deine und Ihre

Monika Scheddin

 

 

PS: für meine Coaching-Ausbildung, die im Oktober beginnt, gibt es nur noch einen einzigen freien Platz.