Als meine Rollläden streikten, brauchte ich einen Handwerker. Ich fragte Freunde und bekam einen Tipp, verbunden mit dem kleinen Warnhinweis: „Das kann aber Wochen dauern, bis die sich melden“. Ich rief gleich bei der Rollläden Firma an und schilderte der freundlichen Dame am Telefon mein Problem. „Diese Woche kriegen wir es nicht mehr hin, aber gleich am Montag in der Früh könnte ich einen Mechaniker schicken“, war ihre Antwort.

„Das ist ja wunderbar. Wie toll!“ – freute ich mich – „Freunde hatten mir gesagt, es würde Wochen dauern, bis eine Antwort kommt“.

„Ja“, sagt die Dame, „wir kriegen unzählige Mails pro Tag und kommen einfach nicht hinterher. Sie hatten Glück, weil Sie angerufen haben“.

Telefonieren ist oft eine Abkürzung

¾ der Internetbenutzer schicken eine Mail (oder nutzen die Chatfunktion), weil sie den direkten Kontakt scheuen und das Gefühl haben, weniger aufdringlich zu sein. Damit vergeben sie sich freiwillig Chancen. Am Telefon kann ich über meine (hoffentlich freundliche) Stimme viel eher in Kontakt kommen und positiv wirken. Für Servicemitarbeiter sind wir dann kein „Sachproblem“, das abzuarbeiten gilt, sondern ein Mensch, der Hilfe benötigt.

Menschen tun das Nötige für die Sache, aber für Menschen, die ihnen sympathisch sind, gehen sie gerne eine Extrameile.

Für jüngere Generationen ist ein Telefonat oft der blanke Horror: Telefonieren bereitet ihnen Stress, macht ihnen Angst. Zudem bietet ihnen schriftliche Kommunikation mehr Kontrolle, da man die Zeit hat, Antworten sorgfältig abzuwägen. Leider sind nur wenige imstande, tatsächlich gewinnend zu formulieren.

Schriftliche Kommunikation ist asynchron – die Empfänger können entscheiden, wann sie antworten. Und das kann dauern.

Ein Anruf schafft sofort Priorität (vorausgesetzt, man kommt durch). Ein Telefonat bietet zudem über den Tonfall die Möglichkeit der Empathie.

Meine Servicemitarbeiterin zum Beispiel seufzte, als ich ihr mein Problem schilderte. „Ich scheine heute nicht die einzige zu sein“, sagte ich darauf hin und die Dame fing an zu lachen. Das Eis war schnell gebrochen.

 

Telefontraining

Als ich mich vor dreißig Jahren als Trainerin und Coach selbständig machte, war Telefontraining mein erstes durchgeführtes Training. Zufälligerweise, weil es von den Kunden gebraucht wurde und weil ich Aufträge brauchte. Es scheint so, als wäre Telefontraining heute wieder ein Angebot, das Firmen weiterbringen könnte. Je digitaler die Welt wird, desto mehr muss es auf der anderen Seite menscheln. Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil.

Wenn du mich als Coach oder als Trainerin oder als Rednerin buchen willst, rufe mich gerne an.

Telefon: 089 – 54 35 69 34

Wenn ich nicht gleich erreichbar bin, hinterlasse mir einfach eine Nachricht und ich rufe zurück.

Eine schöne Woche wünscht von Herzen

deine und Ihre

Monika Scheddin