Wilhelm von Humboldt hat eine einfache Antwort auf diese Frage: Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben.
Wettlauf Monika gegen die Trambahn. Die Bahn erwische ich auch, weil eine junge Frau mich rennen sieht und für mich die Tür öffnet.
In meinem Fitness-Studio wusste ich nicht, wie man ein bestimmtes Gerät einstellt. Der Mann, der neben mir trainiert, bietet mir gleich seine Hilfe an.
Der TÜV-Mitarbeiter fährt mein Auto nach der Prüfung vor meine Nase (ich warte bei schönem Wetter draußen) und hält mir mit einem freundlichen Lächeln die Tür auf.
Das Baby im Kinderwagen strahlt mich an.
All diese Erlebnisse bringen Freude und gute Laune. Kleine Gesten der Aufmerksamkeit, des Kontaktes und der Freundlichkeit.
Da kommt mir eine Frau auf dem Gehweg entgegen, die ich zumindest vom Sehen kennen. Man merkt ihr förmlich an, wie anstrengend es für sie ist, die entgegenkommende Person (also mich) bewusst und willentlich nicht zu sehen.
Ein freundlicher Gruß wäre einfacher gewesen und auch für beide Seiten netter.
Die Bewegung Random Acts of Kindness Foundation hat daraus eine größere Aktion gemacht. Sie fördert die Idee, dass kleine positive Handlungen sich wie Wellen ausbreiten: Eine nette Geste inspiriert oft die nächste.
Und bevor ich jetzt für meine Nachbarin die Blumen gieße, wünsche ich dir und euch eine herrliche Sommerwoche!
Der nächste Blogbeitrag kommt am 29. Juni
Deine und Ihre
Monika Scheddin
