Neulich traf ich einen „alten“ Kunden wieder. Er war bei mir im Coaching, weil er völlig unzufrieden war mit seinem Arbeitspensum.

Er arbeitete, schuftete auch noch an den Wochenenden und war dennoch stets unzufrieden mit sich und seiner Leistung. Wir machten eine Bestandsaufnahme.
Hatten Blick auf Werte und Prioritäten.
Entwickelten Strategien und Pläne.
Zug um Zug wurde seine Unzufriedenheit durch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung abgelöst. Und irgendwann war sein Thema kein Thema mehr.

„Und, wie sieht es mit Ihrem aktuellen Arbeitspensum aus?“ fragte ich – vier Jahre später.
„Och, ich arbeite wieder richtig viel – aber ich habe Spaß ohne Ende!“

Und genau darum geht es fast all meinen Kunden, die viel arbeiten: es geht ihnen in der Regel nicht darum, dass sie sich nicht voll engagieren wollen. Es geht ihnen auch nicht darum, passgenau ihr Pensum abzuliefern und das Überstundenkonto sauber zu halten. Sie wollen einfach nicht so viel freudlose Arbeit tun.

Sie wollen sinnvoll arbeiten und etwas bewirken können.
Und dann kann es am Ende eines Arbeitstages passieren, dass man körperlich erschöpft, aber trotzdem sehr zufrieden mit sich ist.