Welche 10 Fotos repräsentieren Ihr Jahr 2017? Wer und was war Ihnen besonders wichtig? Und warum?
Sich auf 10 Fotos zu beschränken – das ist zugebenermaßen eine ganz schön kniffelige Aufgabe, denn schon das Auswählen der Fotos bedeutet ganze viele Entscheidungen zu treffen. Und Mühe ist es auch. Aber es lohnt sich, denn es wird Ihnen Klarheit für Ihr neues Jahr bringen.
Es geht nicht darum, was alles schön, gut, außergewöhnlich toll oder erfolgreich war.
Es ist auch uninteressant, auf welchen Fotos man sich besonders schön findet.
Und versuchen Sie auch nicht, gerecht zu sein und alle(s) Wesentliche(n) unterbringen zu wollen.
Es geht darum, was Ihnen wichtig war. Was Resonanz und ein tiefes, langanhaltendes Gefühl auslöst. Was nach Intensivierung oder Wiederholung schreit. Vielleicht sogar, was endlich durch Besseres abgelöst werden muss.
Ich erstelle zunächst eine Top-20-Fotoauswahl, die nicht selten in 30 Fotos endet. Hier mogelt sich durchaus ein Foto rein, das ausschließlich meine Eitelkeit befriedigt. Davon ausgehend reduziere ich Schritt für Schritt auf 10 Fotos und bleibe großzügig, denn es wurden dieses Jahr 12 Fotos.
In Form einer Collage drucke ich mir meinen fotografischen Jahresrückblick aus und klebe ihn in mein Hirni 2017, mein jährliches kreatives Ideen- und Planungsbuch.
Mein Highlight 2017 war natürlich die 5wöchige-Neuseelandreise. Sie hatte für mich ganz viel mit Mut, Angst, Freiheit, Abenteuer, aber auch mit Erlaubnis zu tun.
Familie, Freunde, Team spielen für mich eine große Rolle, aber auch Phasen und Räume von Einsamkeit.
Das Kirchenfoto in dem man Menschen mit einem Glas Weißbier erkennen kann, steht für mich für Wandel, neue Menschlichkeit und Wertschätzung (siehe meinen Blog „Weißbier in der Kirche?).
Das „Panorama Hohenpeißenberg“ erinnert mich an meinen Jakobsweg von München bis zum Bodensee, den ich 2016 in Etappen zu laufen begonnen habe. Mit meiner bis dato am längsten gelaufenen Tages-Strecke von 31 km bin ich im Juni in Hohenpeißenberg angekommen. Das wird auch der Startpunkt 2018 sein. Von dort geht es weiter. Und ich werde vermutlich die einzige Pilgerin sein, die über diesen Weg drei Jahre brauchte, bis sie endlich in Lindau landet. Gleichzeitig erinnert mich das Foto an meine vielen Wegbegleiter*innen, denn jede Etappe bin ich mir einer anderen tollen Persönlichkeit gelaufen.
Die Wasseramsel (Vogel des Jahres 2017 und selten zu sehen – 2 Mal konnte ich sie in Ruhe beobachten) und Udo Lindenberg symbolisieren mir: weniger Ergebnisse, mehr Erlebnisse.
Leidenschaftlich arbeiten muss leidenschaftlich leben nicht ausschließen. Wir können unsere Umwelt nicht verändern. Aber wir können das Tempo herausnehmen, wenn wir uns Zeit und Muße nehmen für die Dinge, die für uns wesentlich sind.
Wenn ich mir meinen fotografischen Rückblick anschaue, dann weiß ich genau, wovon ich mehr und wovon ich weniger haben möchte. Und werde jetzt erstmal Konzertkarten für Klaus Hoffmann buchen.
Das will ich schon seit Jahren!
Viel Vergnügen mit Deinem Fotorückblick wünscht Ihre und Eure Monika Scheddin
