Eine Entschuldigung aussprechen – das können längst nicht alle. Für viele Menschen bedeutet eine Entschuldigung, dass sie sich und Anderen eingestehen müssen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Etwas vergessen haben. Das gibt ihnen ein schlechtes Gefühl, was zu verhindern gilt. Dann lieber auf Tauchstation gehen und so tun, als gäbe es den Faux pas nicht.

Wie schade, denn dem Einsichtigen gehört in der Regel die Sympathie.
Schon ganz kleine Patenkinder können verzeihen, wenn das Geburtstagspaket mit einer Entschuldigungskarte versehen ist. „Deine fiese, miese Patentante Monika ist zu spät dran. Aber sie versucht es wieder gut zu machen. …“
Dann hilft es natürlich, wenn das Geschenk originell ist.

Ebenfalls originell finde ich den Umgangston von Wolfgang Kubicki und seiner Frau Annette Marberth-Kubicki, wie man in der Zeitschrift donna lesen konnte.

Es gab einen kleinen Konflikt. Er reagiert bockig und geht auf Tauchstation. Sie schreibt ihm Stunden später eine SMS: „Ich nehme deine Entschuldigung an!“
Wolfgang Kubicki weiß von nichts. „Welche Entschuldigung?“
Sie klärt auf: “ Du hast mir gerade einen Ring von Bulgari geschenkt, das finde ich angemessen.“
Sie hatte sich seine Kreditkarte „ausgeliehen“ und er reagierte mit Humor. „Ich finde es eine intelligente Form, sich bei mir zu entschuldigen“.

In der Tat, es war eine Entschuldigung auf Augenhöhe.
Übrigens in beiden Fällen gibt es keine Rechtfertigung, kein Suchen nach dem Warum.
Das hilft.

Die Pralinenschachtel oben im Bild habe ich einmal als Entschuldigung bekommen und mit Vergnügen mit dem reuigen Sünder geteilt.

Eine schöne Woche mit oder ohne Karneval/Fasching wünscht

 

Deine / Ihre
Monika Scheddin