Letzte Woche war ich zwei Tage in Bühl bei Baden-Baden und gab dort ein Teamtraining. Schon die Zugfahrt war interessant, denn ich traf in meinem Abteil auf einen hochsympathischen Schweizer. Er sah aus wie eine Mischung aus mittelalter Roger Moore und Ranger aus „Daktari“.
Schnell kamen wir ins Gespräch.
Mein Mitreisender arbeitet mit straffällig gewordenen Menschen – und erklärte „Die Justiz hat mehr Geld als die Gesundheitsbehörde“. „Hmh“, sage ich, „Ich glaube, das ist in Deutschland ganz genauso.“ Und muss dies erst mal verdauen.

Wenn sich der Schweizer ein wenig über die Schweiz ärgert, sagt er sowas wie „Entschuldigen Sie, ich werde volkstümlich“.
Herrlich! Ich glaube, das werde ich in meinen Wortschatz aufnehmen.

Später dann im Teamtraining berichtet mir ein Teilnehmer mit russischen Wurzeln, wie er manchmal sprachlich aneckt. „Ich habe inzwischen verstanden, dass es nicht gut ankommt, wenn ich sage, ich wäre nicht bereit, dies oder das zu tun. Es wird als Arbeitsverweigerung interpretiert. Dabei habe ich doch nur gemeint, dass ich noch etwas Zeit zum Nachdenken brauche. Also, ich bin JETZT noch nicht bereit.“

Einmal mehr wird klar: Es gibt sehr viele Anlässe und Gründe einander nicht zu verstehen, wenn jedoch die Beziehung gut ist, dann wird alles wohlwollend interpretiert.
Doch auch das Gegenteil kennen wir: Menschen, die wir nicht mögen, haben wir manchmal auf dem Kieker. Da wird nichts mehr wohlwollend interpretiert.
Zurück in München geht es genau um das Thema „Wie gelingen gute Beziehungen?“

Mit Feuereifer arbeiten wir daran, dass mein neues Buch am 1. November in den Druck gehen kann. Die eine oder andere Zeichnung muss ich noch machen, Zitate für die Umschlagsseite einholen, das Cover wird gestaltet, Schlusslektorat … Hier eine kleine, geheime, voll unfertige Werks-Zwischenschau.

Drei Tage habe ich jetzt Zeit fürs Buch, bevor am Donnerstag die neue Staffel meiner Coaching-Ausbildung startet. Ich freue mich riesig drauf.

Worauf freust du dich in dieser Woche?

Genuss und auch ein wenig Tamtam wünscht von Herzen
Deine und Ihre
Monika Scheddin