Wie war euer Ostern? Warst du auf Reisen oder zu Hause? War es turbulent oder ruhig?

Bei mir war es dieses Jahr ruhig. Ich habe viel nachgedacht, geschrieben und gelesen.

Das hat mich beschäftigt:

„Monika, du musst Videos machen!“

Ich weiß nicht, wie oft du schon gehört hast, was du alles tun musst. Es gibt immer Menschen, die es uns sagen, manchmal mit Nachdruck. Das ist nicht immer nur angenehm. Es fühlt sich nicht unbedingt kuschelig an.

Das Verrückte: diese Menschen haben manchmal sogar recht. 😊

Nachdem ich den Satz oben jetzt lange genug ignoriert habe, wurde es Zeit für mich, über meinen eigenen Schatten zu springen.

Vielleicht ist es ja so wie mit Vorträgen: die mochte ich damals nämlich auch nicht. Überhaupt nicht. Doch dann habe ich einfach damit angefangen und festgestellt: Geht doch. Gar nicht so schlimm. Dennoch lautes Positionieren auf Social Media ist nicht wirklich mein Ding.

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass diese drei Dinge wichtig sind:

–    Neugierig sein und lernen

–    In Bewegung bleiben

–    Immer wieder aufs Neue Mut beweisen –  sich nicht ins Bockshorn jagen lassen.

 

Und dies motiviert mich, meine Komfortzone regelmäßig zu verlassen.

Also, die ersten zwei Kurzvideos sind in der Welt und ihr könnt euch das zweite gleich hier anschauen. Bin sehr gespannt, was du dazu sagst. 😊

Buchempfehlung

Eine Hymne an das Leben: Die Scham muss die Seiten wechseln von Gisèle Pelicot. Piper

Die Geschichte dürfte den meisten von uns aus den Medien bekannt sein: über 50 Jahre lebte Gisèle Pelicot mit Dominique zusammen, bis sie eines Tages das Unvorstellbare erfährt: Ihr eigener Mann betäubt sie unzählige Male, vergewaltigt sie und bietet sie Fremden zum Missbrauch an. Dieses Buch ist ausgesprochen gut und spannend geschrieben, was mit Sicherheit auch der Co-Autorin Judith Perignon zu verdanken ist.

Es ist keine Opfergeschichte, denn Gisèle Pelicot hat sich entschieden, den Prozess öffentlich stattfinden zu lassen, um die Täter zu zeigen. Sie will die Deutungshoheit über ihre Geschichte behalten und sie eben nicht Gerüchten und Spekulationen überlassen.

Die Entscheidung für einen öffentlichen Prozess gefällt niemanden so recht: dem Richter nicht, der Staatsanwaltschaft nicht und auch nicht Tätern und Verteidigern. Als Leserin habe ich begriffen, wie mutig und gleichzeitig wie richtig und wichtig genau diese Entscheidung war.

Die Autorin hat den Satz gesagt, der vermutlich für dieses Jahr der am meisten zitierte sein wird: „Die Scham muss die Seiten wechseln“. Nicht sie will sich schämen, es ist die Aufgabe der Täter.

Eine schreckliche Geschichte mit Happy End, weil es die Autorin so entschieden hat. Deshalb lautet der Titel des Buches auch „Eine Hymne an das Leben“.

Absolute Leseempfehlung. Hammerbuch!

 

Eine schöne Frühlingswoche wünscht von Herzen

Deine und Ihre

 

Monika