Zu Weihnachten habe ich mir ein brand eins Abo gegönnt – was bereits im November startete. So ein bisschen kann man ja selbst bestimmen, wann Weihnachten ist. 😊

Ich lese über den Bildhauer Vanhthone in Laos und staune nicht schlecht. Die Regierung dort unterstützt altes Handwerk und so braucht er keine Steuern zu zahlen und benötigt auch keine offiziellen Genehmigungen.

Mit seinem Verdienst von rund € 890,- kommt Vanhthone gut klar, auch wenn er vier Kinder zu ernähren hat, denn die Lebenshaltungskosten in Laos sind gering. Sein Haus mit 4 Zimmern ist abbezahlt, eine Kranken- und Rentenversicherung hat er nicht.

Welche sind Ihre größten Probleme und wie gehen Sie damit um? Probleme habe er keine. Im Gegenteil. Er schätze seine Privilegien.

Hach, hier in Deutschland hätten wir gleich multiple Antworten parat – von Inflation, über unsere Regierung, Steuerverschwendung, Inflation bis hin zur Bürokratiewahnsinn. Die Deutsche Bahn nicht zu vergessen.

Was tun Sie, wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen wollen? – wurde der Bildhauer gefragt.

Es lohnt sich an dieser Stelle kurz innenzuhalten und sich selbst diese Frage zu beantworten.

Spontan würde ich wohl schreiben

  • Ein Buch – bleibt für mich immer noch etwas Besonderes
  • Shopping, z.B. hier beim Frauenzauber in Putzbrunn (hier war ich am Samstag mit meiner Freundin Betty zum ersten Mal und bin begeistert über die Auswahl und die tolle Beratung und Stimmung)
  • Im Dezember gönne ich mir eine der weltbesten Kokosmakronen meiner Schwester Birgit
  • Oder wir gönnen uns einen Besuch im GOP
  • Oder eine Runde um die Osterseen
  • Und manchmal darf es auch ein Schmuckstück sein – ist ja quasi eine Geldanlage.

Was wären deine Antworten?

Und das antwortete der Bildhauer:

„Dann gehe ich zum Tempel und helfe den Mönchen. Ich mache den Garten sauber und pflege die Blumen.“

Tja, weisse Bescheid.

Vielleicht übertreiben wir (ich) es ja mit dem Sich-Gönnen. Vielleicht sollten wir noch viel dankbarer sein für das, was wir haben und uns mehr um andere kümmern. Ihnen Zeit und ein Ohr schenken, sie bekochen, sie einladen, sie unterstützen … Nicht nur, weil Weihnachten ist.

Freudvoll nachdenkliche Grüße

Deine und Ihre
Monika Scheddin