Im Coaching staune ich immer noch regelmäßig, welch große Rolle unsere Haltung, unser Fokus spielen:Bin ich grundsätzlich der Überzeugung, dass ich klarkomme?
Denke ich, dass ich eine Lösung für einen Konflikt finde, auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, wie sie aussehen kann?
Glaube ich, dass andere Menschen im Großen und Ganzen hilfsbereit und mir wohlgesonnen sind oder dass wir nur von Egoisten umgeben sind?
Ich bin nicht dafür, dass wir unbesehen immer alles positiv sehen sollten, aber ich bin stark dafür, der anderen Position zumindest eine Chance zu geben. Nicht sofort werten und verurteilen, sondern neugierig sein und verstehen wollen. Zuhören und sich wahrhaftig interessieren. Dabei heißt zuhören nicht unbedingt zustimmen.

Das ist leichter geschrieben als umgesetzt.

Auch ich erwische mich immer wieder, wie ich vorschnell werte und ein mir unangenehmes Verhalten abtue. Wisst ihr was? Ich glaube, das ist nicht schlimm. Es ist einfach menschlich. Nur gut, wenn wir dann zügig den zweiten Schritt der wohlwollenden Neugier aktivieren.

Diese Geschichte passt sehr gut zum Thema:

Da waren diese Zwillinge, die sich äußerlich glichen wie ein Ei dem anderen. Das waren aber schon die einzigen Gemeinsamkeiten, ansonsten waren sie vollkommen unterschiedlich.

Wenn es dem einen zu heiß war, fror der andere. Wenn der eine sagte: „Das Essen schmeckt wunderbar”, schob der andere den Teller angewidert weg. Man konnte es beiden gleichzeitig kaum recht machen. Die auffälligste Ungleichheit zwischen den beiden war aber, dass der eine jederzeit optimistisch und zuversichtlich war, während sich der andere immer schlecht gelaunt und pessimistisch zeigte.

Den Tag ihres Geburtstages wollte der Vater für ein Experiment nutzen.

Er wartete am Vorabend so lange, bis seine Söhne eingeschlafen waren, und machte sich dann heimlich ans Werk. Er füllte das Zimmer des Miesmachers bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken: Spielzeuge, Sportausrüstungen, technische Geräte und vieles mehr. Der Frohnatur aber legte er nur einen Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer – sonst nichts.

Nun war er gespannt, was passieren würde.

Am nächsten Morgen schaut der Vater zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er findet ihn laut schluchzend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke. „Warum weinst du denn?” fragte der Vater. „Erstens, weil meine Freunde sicher neidisch sein werden, zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen durcharbeiten muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann, drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!”

Danach geht der Vater in das Zimmer des optimistischen Zwillings. Dieser hüpft freudig und voller Erwartung um die Pferdeäpfel herum. „Warum bist du denn so fröhlich?” fragte der Vater. „Ganz einfach”, antwortet dieser, „weil irgendwo im Haus ein Pony sein muss!”*

Ja, manchmal ist das Leben ein Ponyhof.

Das solltest du nicht verpassen

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Eine schöne Woche wünscht von Herzen

Deine und Ihre
Monika Scheddin

 

*Leider kenne ich die Verfasserin der Geschichte nicht, freue mich auf einen Hinweis, wenn du mehr weißt.