Übermorgen endet das Jahr 2022. Wie war denn dein Jahr 2022? Hast du schon ein Gefühl dafür?
Was davon war gut, wovon willst du mehr, was darf gehen? Was hat dich reifen lassen?
Wie jedes Jahr empfehle ich, einen ganz persönlichen Jahresabschluss zu machen als Basis für das Neue und Wünschenswerte. Denn Bewusstheit ist ein Werkzeug. Was uns bewusst ist, können wir ändern, wenn wir wollen. Langsam, aber sicher.
Ein mir lieb gewordenes Ritual, das ich seit vielen Jahren durchführe.
Am liebsten mit einer duftenden Tasse Kräutertee. Manchmal beantworte ich die Fragen intuitiv, mache einen Spaziergang und schaue anschließend noch einmal drüber.
Dann gehe ich durch meine Fotos und durchforste die Favoriten. Was sind meine Top 30 Fotos des Jahres? Außerdem schaue ich meinen Kalender durch und werde nocheinmal fündig.
Immer wieder ein verblüffender Prozess.
Manches ist schon so tief versteckt in der Erinnerung, manches fühlt sich an wie gestern erlebt.
Die Fragen formuliere ich jedes Jahr leicht anders.
Immer wieder bin ich erstaunt, was ich alles bewegt und erlebt habe. Welche Überraschungen mir das Leben serviert hat und welche (ungebetenen) Aufgaben zu lösen waren.
Und hier kommen sie, die
11 Fragen zum Jahr 2022
1. Beschreibe dein Jahr 2022 mit einem Wort
2. Was hast du 2022 zum ersten Mal gemacht?
3. Deine Menschen des Jahres
4. Deine beste Entscheidung – deine schlechteste
5. Wer oder was hat dich geärgert?
6. Die 4 schönsten Erlebnisse
7. Wofür bist du dankbar?
8. Was waren unerwartete Glücksfälle?
9. Was tut noch weh?
10. Was lässt du im Jahr 2022?
11. Was hast du 2022 gelernt, wo hast du dich weiterentwickelt?
und dies sind meine persönlichen Antworten:
1 Beschreibe dein Jahr 2022 mit einem Wort Überraschend. 2022 war laut Plan ein ich-lasse-es-laufen-Jahr. Weniger Ziele, mehr geschehen lassen. Und so wurde 2022 viel voller und hektischer als eigentlich gewünscht. 2023 wird es wieder konkreter.
2 Was hast du 2022 zum ersten Mal gemacht? Einiges. 😊 Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in Venedig (eine Offenbarung), habe eine Wagner-Oper besucht (Lohengrin, es hat mich gepackt), bin jetzt (nach einer Testphase) tatsächlich ab Januar in einer festen Yogagruppe – wer hätte das gedacht?
3 meine Menschen des Jahres kommen aus der Familie und aus dem Freundeskreis. Dazu: Sabine, die ich in meiner Hypno-Ausbildung kennenlernte und Juliane, die mich/uns durch Venedig führte. Beide voll inspirierend.
4 Meine beste Entscheidung: bestimmte Seminare nur noch in einer kleinen Gruppe durchzuführen. Qualität und Tiefe sind mir wichtig. Eine schlechte Entscheidung war es wohl, den Divenkalender 2023 in „Coaching-Kalender“ umzubenennen, damit sich auch Männer angesprochen fühlen. Gleichzeitig war es schön, wie viele Stimmen sich den Titel „Divenkalender“ zurückwünschen. Im Januar gestalte ich den 15. Kalender und werde auf jeden Fall mit dem Allitera-Verlag reden. Die meisten suboptimalen Entscheidungen kann man ja korrigieren.
5. Wer oder was hat dich geärgert? Ärgern können mich (für kurze Zeit) Menschen, die hart verhandeln. Die einem wenig Wertschätzung und keinen Spielraum geben. Regelmäßig ärgern mich Ungerechtigkeiten.
6. Meine 4 schönsten Erlebnisse: Venedig und die Biennale, mein Auftritt auf einer Lesebühne unter Wettbewerbsbedingungen, ein Familienfest, der Lunch im Tantris mit Freundinnen.
7. dankbar bin ich für meine sehr vitale und lustige Mutter. Dass meine Rücken wieder topfit ist. Dankbar bin ich für das Interview in der Süddeutschen Zeitung, das die wunderbare Angelika Slavik mit „Nett sein ist eine Katastrohe“ titelte und das mir echt interessante Kontakte und Kund:innen brachte.
8. Ein unerwarteter Glücksfall war für mich die Hypnokommunikations-Weiterbildungstruppe. So viele tolle Menschen. Das machte didaktische Ungeschicktheiten mehr als wett.
9. Zu meiner großen Freude tut nichts mehr weh. Nicht mehr der Rücken und auch die Freundschaft, die sich 2020 in Luft aufgelöst hat, ist verschmerzt.
10. unkonkrete Wischiwaschi-Ziele lasse ich im alten Jahr. Einmal mehr habe ich gelernt, dass Ziele für mich konkreter sein dürfen, wenn ich sie wirklich erreichen möchte.
11. Meine Lernbeute: ich werde den Dingen mehr Zeit geben und nicht mehr so viele Bälle gleichzeitig jonglieren – getreu dem Motto: mit einem Hintern kann man nur ein Pferd reiten.
2023 darf wieder mehr Glamour und Konfetti haben.
Aber zu den Zielen kommen wir im nächsten Blogbeitrag am 9. Januar.
Welche Frage war für DICH besonders interessant? Welche ließ dich kalt? Welche Frage hat du vermisst?
Ich freue mich riesig über Kommentare.
Von Herzen
Deine und Ihre Monika Scheddin
