Ein Kollege hält sich nicht an seine Zusage. Die Arbeit bleibt jetzt an mir hängen. Im Austausch mit einer Kollegin maule ich ein wenig.
„Du, dazu kann ich nicht sagen“, erwidert sie und gibt die Unparteiische.
„Es würde mir völlig reichen, wenn du ein wenig mit mir mitfühlst“, ist meine Antwort.
Und genau darum geht es, wenn man manchmal sein Herz ausschüttet. Selten brauchen wir einen Oberlehrer oder eine Richterin, wir brauchen jemand, der uns mental in den Arm nimmt, mit uns fühlt und Sätze sagt wie zum Beispiel:
„Ach Mist, das kenne ich. Da glaubt man, man hätte alles geregelt und da kommen die Sachen wie ein Boomerang zurück. Ganz ungutes Gefühl.“
Mehr muss es ja nicht sein.
Mehr braucht man an dieser Stelle gar nicht.
Vor einigen Jahren griff mich im Park ein großer schwarzer Hund früh morgens beim Joggen an. Die Besitzerin hatte ihren Hund nicht im Griff. Außer einer leicht demolierten und verschmutzten Jogginghose, bin ich im Wesentlichen mit dem Schrecken davongekommen. Doch interessant war, was die Besitzerin anschließend zu mir sagte: „Sie waren auch ganz dunkel gekleidet, da hatte mein Hund bestimmt Angst vor Ihnen.“
Schon klar. Ich war selber schuld.
Wochen später beim Stretching – wieder im Park – gesellte sich ein kleines Wollknäuel zu mir und bellte leidenschaftlich. Die Besitzerin rief ihren Hund zurück. Erfolgreich. Sie kommt auf mich zu und sagt: „Entschuldigen Sie bitte, da haben Sie wohl einen tüchtigen Schreck bekommen.“
So geht es auch.
In jeder Situation lerne ich dazu:
Wann fühle ich mich gesehen und wann fühle ich mich wie ein Blitzableiter?
Was lässt einen sofort großzügig werden und bringt ein Lächeln ins Gesicht?
Wohl denen, die Empathie zeigen können und Wirksprache sprechen.
Hast du ähnliche Situationen, im Guten oder im Schlechten, erlebt?
Schreib mir doch bitte.
Interview im Podcast „unter anderem“ von Stefan Hagen
Sehr gerne habe ich „ja“ gesagt, als mein Coach-Kollege Stefan Hagen mich um ein Interview für seinen tollen Podcast gebeten hat.

Es ist ein Gespräch über sich-Namen-merken wollen, Ärgerbudget, mein neues Buch „Connection. Überzeugen mit Charakter, Charme und Charisma“, Wirksprache …
Stefan hatte 2006 bei mir die Coaching-Ausbildung gemacht und gehört heute zu den besten Coaches in Deutschland. 2008 hat er drei volle Staffeln eine Sendung („Hagen hilft“) auf Kabel eins, in der er gestrauchelte UnternehmerInnen wieder auf Spur gebracht hat.
Ich würde mich freuen, wenn ihr reinhört.
Den Podcast gibt es auf allen gängigen Kanälen.
Gespannte Grüße und eine schöne sonnige Sommerwoche
wünscht von Herzen
Deine und Ihre
Monika Scheddin
