Ich hasse es, wenn Anweisungen irgendwo hingeklebt werden, damit sich andere ändern mögen.

Überall dort, wo ich als Führungskraft etwas zu sagen hatte, gab es diese Regel: „Keine Zettelwirtschaft, wir reden miteinander.“
Mahn-Zettel adressieren alle, auch die, die sich anständig verhalten haben.
Sind meist ohne Unterschrift, dafür aber mit ausreichend Ausrufezeichen versehen. Um den Druck zu erhöhen.
Diese Art von Mitteilungen werden in der Regel von denen ignoriert, die gemeint sind und ärgern die, die nicht gemeint waren.
Überall dort, wo Menschen zusammenleben, ob in Wohnungen oder Büros, gibt es unterschiedliche Auffassungen, Wünsche und Geschmäcker. Das ist normal. Rücksicht und Wertschätzung sind die Zauberworte.

„Du kannst mit Konflikten und Ärgernissen immer soo souverän umgehen“ – das höre ich oft.
Em, hüstel, nein – nicht immer. Oder sagen wir mal, nicht immer SOFORT.

Anlass: Ein Zettel bei uns im Hausflur.

Solche Zettel mag ich nicht. Anonym. Ohne Unterschrift. Kein „bitte“. Dafür zumindest ein „danke!“.
Allerdings ein „danke“ ohne Zustimmung, denn ob ich mich dran halte, hängt noch von der Intensiv-Geruchs-Situation ab.
Wer bestimmt, warum, mit welchem Recht?

Soweit, so gut. Nachdem es mich beschäftigt und auch ein wenig geärgert hat, kommt Coach Scheddin dann freundlich um die Ecke. Was hätte ich mir gewünscht?

Wenn schon ein Zettel, dann in Wirksprache:
„Liebe Nachbarn, unser Olivenbäumchen verträgt keine Minusgrade.
Es wäre super, wenn Sie das Fenster dann geschlossen halten.
Dankeschön im Voraus.
Herzliche Grüße und einen schönen Tag
Vorname Nachname“.

Noch viel besser ist es, die Nachbarn freundlich persönlich anzusprechen.
Als Bitte und nicht als Forderung.
Einem höflichen Wunsch kann sich doch kaum jemand entziehen und so wird aus jedem Konfliktlein ein Anlass zur Beziehungspflege.

Welcher Zettel hat dir schon einmal die Laune verhagelt?
Welche Zettel haben vielleicht durchaus eine Daseinsberechtigung?

Ich freue mich auf alle, die heute Abend beim Hirni-Abendseminar dabei sind.

Und es gibt einen neuen Termin für das Live Coaching: 2022 – Mein bestes Jahr. Am 21. und 22. Februar, Beginn 18.00 Uhr,

Tu dir Gutes. Achte auf Dich.

Eine schöne Woche wünscht
Ihnen und Dir von Herzen
Monika Scheddin