Eine aufregende Woche liegt hinter uns. Ich habe kaum zu hoffen gewagt, dass die Ära Trump tatsächlich ein Ende findet. Umso glücklicher bin ich, dass Aggression, Wut und Lügen nicht länger so viel Platz und scheinbare Selbstverständlichkeit bekommen.

Ich hoffe sehr, dass wir verstehen, dass unterschiedliche Auffassungen in Ordnung sind und dass wir Menschen auch dann mit Anstand behandeln können, wenn wir ihre Meinung partout nicht teilen. Dass wir wieder lernen mehr zuzuhören und dass dies nicht bedeutet, dass wir zustimmen.

Frisch gekürte Coaches haben ihre Ausbildung abgeschlossen.
Am Samstag durfte ich wieder Zertifikate überreichen! Zehn Monate lang haben die Teilnehmerinnen (es war dieses Mal eine rein weibliche Riege) gelernt und gecoacht und mit Feuereifer ihre Hausaufgaben gemacht. Und das unter erschwerten Corona-Bedingungen. Ich bin unfassbar stolz auf sie mit welchem Talent und Grandezza sie die Herausforderungen bewältigt haben. Große Freude!

Wie gehe ich mit meiner Wut um?
Mehrfach kam das Thema „Wut“ auf meinen „Coaching-Tisch“.
Als Coach wird man regelmäßig mit Emotionen konfrontiert, die im Business-Alltag nicht unbedingt begrüßt werden.
Gerade Frauen glauben kein Recht auf Wut oder Aggression zu haben, weil es nicht ladylike wirkt. Sie versuchen das Gefühl zu ignorieren, richten ihre Wut nach innen und verzichten auf die Vorteile, die ausgedrückte Wut bietet.

Doch wie gehe ich mit Wut, Ärger und Co. um?
Um es kurz auf den Punkt zu bringen:
Wahrnehmen (das ist mein Gefühl), akzeptieren (ja, es darf sein. Gefühle sind nicht verhandelbar) und dann Schritt für Schritt die Wut in gute/bessere Ventile zu wandeln. So einfach in der Theorie – so herausfordernd in dem Moment, wo ich drinstecke.

Das Haupt-Werkzeug eines Coaches sind Fragen. Fragen, die wirken.
Dazu das Wissen, dass ich, wenn ich meine Gefühle abschalten würde, auch die positiven Gefühle wie Liebe, Freude, Begeisterung und Co. verliere. Wer sich betäubt, verliert seine ganze Lebendigkeit.

Hier sind beispielhaft zehn Fragen zum Thema Wut.

  1. Wenn meine Wut ein Tier wäre, welches Tier wäre sie?
  2. Wie lange darf / will ich wütend sein?
  3. Richtet sich meine Wut gegen jemand anders oder ist meine Wut nur ein Gefühl?
  4. Was tut Wut für mich?
  5. Ist Wut ein normales Gefühl für mich? Darf sie sein?
  6. Wie komme ich aus der Wut heraus?
  7. Wie wirke ich, wenn ich wütend bin?
  8. Wie kann ich mich herunterfahren?
  9. Wie gehe ich mit wütenden Menschen um?
  10. Wie möchte ich, dass man mit mir umgeht, wenn ich wütend bin?

Betrachten Sie eine typische Wutsituation und finden Ihre Antworten – entweder zu allen 10 Punkten oder zu den 4 Fragen, die Ihnen am interessantesten erscheinen.

Zum Schluss noch etwas GANS anderes 😊

Ich war mit einer Freundin letzte Woche zum Essen verabredet. Die Freundin erlebt aktuell privat und geschäftlich harte, anstrengende Zeiten. Nun sind Restaurants gerade alle geschlossen. „Dann koche ich“, schreibt die Freundin. „Auf keinen Fall!“ antworte ich. „Ich habe eine Idee!“Wäre noch schöner, dass die Freundin auch noch kochen muss, wo sie eh bis an ihre Grenzen arbeitet, inklusive an den Wochenenden die kranke Mutter versorgen.
Und ich steckte mitten im Abschlussmodul der Coaching-Ausbildung. Keine Zeit zum Kochen!

Wie gut, dass ich Henning Kiebach kennenlernen durfte. Der Direktor vom Flemings Hotel in München Schwabing hatte mir von seiner schlauen Idee erzählt, für Familienfeiern, für den Martinstag, für Firmenweihnachtsfeiern oder als exquisites Geschenk „Gans to go“ anzubieten.

Das probiere ich gleich mal aus, dachte ich mir. Und so kamen wir zu der leckersten Gans, die ich jemals verzehren durfte. Alles dabei Blaukraut, Kartoffelknödel, Sauce, Rotwein, gefüllte Marzipan-Bratäpfel als Dessert. Ein Traum!

Falls ihr inspiriert seid: diese Aktion läuft noch bis zum 26. Dezember.
Hier alle Details:   https://www.flemings-hotels.de/angebote/ganstogo

Die meisten von euch kennen ja mein Motto: Wenn schon anders, dann besser.
Ob Wut oder gerade kein Restaurantbesuch möglich – was lässt sich draus machen?

Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche.
Lass dich nicht unterkriegen!

Deine und Ihre
Monika Scheddin