Als ich jemanden für die Buchhaltung suchte, erreichten mich zahllose Bewerbungen. Dazu viele, wo klar war: das passt nicht – aus unterschiedlichen Gründen.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, wo ich als junge Selbständige auch jeden Strohhalm ergriffen habe, um Umsatz zu machen. Nicht immer mit Erfolg. Die Absagen (wenn sie denn überhaupt erfolgten) waren bestensfalls nüchtern. Meistens ernüchternd.
Seit dem Zeitpunkt versuche ich, es besser zu machen.
Menschen nicht im Regen stehen zu lassen, die mir ihr Vertrauen schenken.
Hier eine Absage, die ich geschrieben habe und die Reaktion darauf:
Liebe Frau xx,
ich danke Ihnen sehr für die prompte Bewerbung!
Sie wirken auf mich sehr sympathisch und zupackend und das finde ich toll.
Wir suchen allerdings tatsächlich jemanden für die Buchhaltung und das mit max. 30 Stunden pro Monat.
Mit Ihrem Lebenslauf tun Sie sich damit keinen Gefallen. Ihre ganzen Stärken, wie z.B. die englische Sprache kämen nicht zum Einsatz.
Ich suche zudem jemanden, die für viele Jahre wirklich mit Buchhaltung zufrieden ist.
Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie schnell IHREN Job finden.
Beste Grüße
Monika Scheddin
Das war die Antwort:
„Liebe Frau Scheddin,
das ist ja mal eine konstruktive Absage..:-) Nein – im Ernst – vielen Dank, dass Sie so ehrlich sind und mich trotzdem mit einem positiven Gefühl zurücklassen. Man merkt, Sie sind ein Profi und verstehen es, die richtigen Worte zu finden.
Beste Grüße
xx
PS: Ihr Imagefilm ist kurzweilig, macht gute Laune und ist inspirierend, weil Sie mit schönen Bildern und prägnanten Sätzen arbeiten.“
Zurück blieben gleich zwei Menschen mit guten Gefühl.
Hier ist übrigens der Link zu meinem Imagefilm, auf den sie sich bezieht.
Ich wünsche Dir eine schöne Woche und Worte, die berühren.
Ihre und Deine Monika Scheddin
P.S. und wenn Du selbst schöne Beispiele hast, freue ich mich riesig darauf.
