Kennen Sie diese Situation: Gerade sind die Mails abgearbeitet, schon schicken sie ihre Brüder und Schwestern vorbei.
Dann kommen unvorhergesehene Dinge dazu wie ein krankes Kind, Reparaturen, Festplatte defekt, Stress mit Partner oder Partnerin, Kollege im Urlaub … Gut, dann wird mal eine Wochenendschicht eingelegt. Ist ja eh schlechtes Wetter. Und ein gutes Gefühl macht sich breit, wenn nach dem Wochenende Posteingang und Schreibtisch sauber glänzen.
Doch irgendwann sagt man private Termine vermehrt ab und arbeitet vielleicht auch an Wochenenden mit Sonnenschein.
Mir kommt dazu eine schöne Geschichte zum Thema Stressmanagement in den Sinn: Im Workshop zeigt ein Trainer den Teilnehmern ein mit Wasser gefülltes Glas. Die meisten denken sich: „Da kommt jetzt sicher wieder die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas…“ Doch der Trainer stellt lächelnd seine Frage: „Wie schwer ist dieses Glas mit Wasser?“ Die Antworten variieren zwischen 150 g und knapp 1 Pfund. „Nun“, sagt er, „das tatsächliche Gewicht spielt keine große Rolle. Es hängt eher davon ab, wie lange ich das Glas in der Hand halte. Hebe ich es für eine Minute – kein Problem. Wenn ich es eine ganze Stunde halte, dann werde ich wahrscheinlich schon währenddessen einen schmerzenden oder tauben Arm haben. Und obwohl sich das Gewicht des Glases nicht ändert, wirkt es umso schwerer, je länger ich es halte.
Die Belastungen und Sorgen des Lebens sind wie dieses Glas Wasser. Denken Sie nur kurz daran und verwerfen den schlechten Gedanken gleich wieder, wird nichts passieren. Denken Sie länger darüber nach, wird es anfangen weh zu tun. Und wenn Sie den ganzen Tag nichts anderes im Kopf haben als Ihre Sorgen, werden Sie unfähig sein, gut zu leben und zu arbeiten. Vergessen Sie nicht, spätestens am Ende des Arbeitstages, Ihre Belastungen und Strapazen zu entsorgen. Lassen Sie die Lasten so gut wie möglich von sich fallen und suchen Sie Entspannung. Tragen Sie es nicht noch am Abend und in der Nacht. Denken Sie daran das Glas abzusetzen.“
Es macht viel Sinn, den Tag gut zu starten und gut zu beenden. Und zwischendurch (wie jeder Fabrikarbeiter auch) Pausen einzulegen. Damit ist schon viel gewonnen.
Zum Thema „Sich Sorgen machen“ habe ich ein klasse Video entdeckt: kurz, witzig, bestechend logisch!
Viel Vergnügen damit und einen schönen Start in die Woche wünscht Ihnen und Euch
Monika Scheddin
