Es scheint gerade „in“ zu sein, sich keine Vorsätze mehr vorzunehmen. Das habe ich zu Jahresbeginn in einigen Artikeln lesen dürfen. Mit welcher Begründung? Weil nur 20 % der Vorsätze tatsächlich erreicht würden.
Was heißt denn hier „nur“?

Untersuchungen belegen: Stolze 40 Prozent der Silvester-Vorsätze werden tatsächlich Neujahr in die Tat umgesetzt. Langfristig jedoch erreichen „nur“  20 % der Veränderungswilligen ihre Ziele.
Ein Fünftel – das ist doch eine ordentliche Quote, wie ich finde. Eine Rendite, die wir weder beim Lotto noch bei Geldanlagen erreichen können.

Vielen dürfte es wir mir gehen: ein Herzensziel wird verfolgt, erste vielversprechende Ergebnisse erzielt und dann verliert das Ziel an Fahrt. Warum? Meistens liegt es am Stress, der uns den Fokus verlieren lässt.

5 bis 6 Anläufe brauchen wir im Durchschnitt, bis wir unser Ziel dauerhaft erreichen.

Schielen Sie also nicht darauf, was Ihnen mal wieder nicht geglückt ist, sondern auf das, was Ihnen bereits gelungen ist.
Beschimpfen Sie sich nicht mit Warum-Fragen: Warum habe ich von den 6 Kilo, die ich mühsam abgenommen habe, schon wieder 4 zugenommen? Warum habe ich so wenig Disziplin? Warum schaffen es andere und ich falle immer wieder zurück in alte Verhaltensweisen?

Sich „WARUM?“ zu fragen ist klagen. Und wer klagt, konzentriert sich auf das Problem und auf die Vergangenheit. Investiert seine Energie also nicht in die Lösung.

Wichtig

  • Fragen Sie sich: Woran erkenne ich frühzeitig, dass ich in alte Verhaltensweisen zurückfalle und was tue ich dann? Wann ziehe ich die Reißleine? „Nicht hinfallen, sondern aufgeben ist das Problem“ sagt Motivationsexperte Reinhard Sprenger.
  • Zeit schaffen: Da ich nicht davon ausgehe, dass Sie unter zu viel Tagesfreizeit leiden, müssen Sie etwas Altes lassen, wenn Sie etwas Neues anfangen.
  • Versuchen Sie es nicht von Anfang an perfekt zu machen, sondern fragen Sie sich: Was macht es etwas besser?