Als Bischöfin Margot Käßmann im September 2010 mit 1,54 Promille am Steuer erwischt wurde, erfuhr sie mit Sicherheit sehr schnell, wer zu ihren echten Freunden gehörte.

Sie verschaffte sich durch ihren schnellen und schnörkellosen Rücktritt Respekt.

Und drei Tage nach ihrem Rücktritt bekommt sie eine Einladung in die USA von der Dekanin der Universität Atlanta, mit der Käßmann seit Langem befreundet ist.

Sie sagt zu und kann in Ruhe ihr Leben sortieren.

Sie schöpft neue Kraft, hält Vorträge und Seminare und gelegentlich einen Gottesdienst.

Und nach Amerika wartet schon eine Gastprofessur in Dortmund. Auch das Ergebnis gelungener Kontaktpflege.

Wichtig ist, dass man Kontakte aufbaut, bevor man sie braucht. Keiner findet es angenehm, wenn sich der arbeitslose Schul“freund“ erst dann an einen erinnert, kaum dass man eine einflussreiche Position inne hat.

Kontaktaufnahme mit einer Bitte oder der Forderung nach einem Auftrag ist ein denkbar schlechter Start.

Qualtitätsnetworking ist die einzige wirklich funktionierende Vorsorge.
Zu diesem Thema habe ich zwei Bücher geschrieben. Schaut doch mal rein.

Herzliche Grüße

Monika Scheddin