Barbara, Mutter eines 17-jährigen Jungen, hat für drei Wochen einen Austauschschüler aus den USA zu Besuch.

Ein smarter Bursche, ebenfalls 17, adrett und gut erzogen.

Allerdings zeigt sich schnell, dass er von zu Hause gut verwöhnt wurde und eine Macke aufweist. Mehrmals am Tag zieht er sich um und schmeißt die kurz getragene Kleidung in die Wäsche in der Erwartung, sie schnellst möglichst frisch gewaschen und gebügelt zurück zu erhalten. Barbara schnappt sich die Wäsche, faltet sie und legt sie dem Burschen in sein Zimmer. Der ist höchst zufrieden, denn er bemerkt diese Art von „Schnellwäsche“ nicht. „Wir kamen wunderbar miteinander aus und haben noch heute herzlichen Kontakt“ erklärt Barbara.

Nicht so selten versuchen wir andere zu erziehen. Auch ohne „Lehrauftrag“.

Manchmal geht es auch anders.

herzliche Grüße Monika Scheddin