Was motiviert uns – und was eben nicht? Was lässt uns Himmel und Hölle in Bewegung setzen, was lässt uns völlig kalt? Nur diejenigen erfahren dauerhaftes und erfüllendes Glück, die ihre wahren Motive und Lebensgründe kennen und nach ihnen leben.
Der Motivationsforscher Steven Reiss von der Universität Ohio fand heraus, dass es 16 Lebensmotive gibt, die unser Verhalten steuern:
- Macht: Streben nach Einfluss, Erfolg, Leistung und Führung
- Unabhängigkeit: Streben nach Freiheit, Selbstgenügsamkeit
- Neugier: Streben nach Wahrheit und Wissen
- Anerkennung: Streben nach sozialer Akzeptanz, Zugehörigkeit
- Ordnung: Streben nach Klarheit und Stabilität
- Sparen/Sammeln: Streben nach Eigentum
- Ehre: Streben nach Loyalität, moralischer Integrität
- Idealismus: Streben nach sozialer Gerechtigkeit, Fairness
- Beziehungen: Streben nach Freundschaft, Freude, Humor
- Familie: Streben nach Familienleben, Erziehung eigener Kinder
- Status: Streben nach Reichtum, Prestige, Titel
- Rache/Wettkampf: Streben nach Kampf, Vergeltung, Konkurrenz
- Romantik: Streben nach Erotik, Sexualität und Schönheit
- Essen. Streben nach Nahrung und Genuss
- Körperliche Aktivität: Streben nach Bewegung, Fitness
- Emotionale Ruhe: Streben nach Entspannung, emotionale Sicherheit
Das Motivprofil eines Menschen ist stabil. Wie ein Fingerabdruck ändert es sich nicht. Der Reiss-Test ist eine weitere sehr gute Möglichkeit der persönlichen Bestandsaufnahme: Wollen Sie unbedingt Führungskraft werden, haben aber einen extrem niedrigen Macht-Wert? Keine gute Idee! Laufen Sie drei Mal die Woche, weil Sie müssen, haben aber einen Minus-Wert bei „Körperlicher Aktivität”? Das kostet Überwindungskraft ohne Ende. Überlegen Sie mal, welche Art von Bewegung Sie wirklich gerne mögen. Unabhängig von dem, „was man tut”. Wenn Ihr Unabhängigkeitswert ein hoher ist, sind Sie einfach kein überzeugter Teamplayer.
Und selbst wenn Ihr Familienwert im Minus liegt, können Sie durchaus eine gute Mutter oder ein guter Vater sein. Jedoch ohne Gluckengefahr.
„Es ist völlig in Ordnung, nicht neugierig zu sein. Ein Kind kann sehr intelligent sein, ohne sich für die Schule zu interessieren. So ist vielen die Vorstellung völlig fremd, dass beispielsweise Workaholics glücklich sind, mit dem, was sie tun: Viele arbeiten nicht deswegen so viel, weil sie eine innere Leere ausfüllen oder vor irgendwelchen Lebensproblemen flüchten wollen, sondern weil sie ihrem ausgeprägten Interesse an Macht, Leistung oder Status folgen”, schreibt Andreas Huber in „Psychologie heute”.
Nichts zu tun erschöpft mich. Wenn ich arbeite, entspanne ich mich. Picasso Häufig werden Motive und Verhalten verwechselt. Nämlich dann, wenn wir das tun, was wir vermeintlich tun sollten. Was sich „gehört” und was von uns erwartet wird. Davon können wir uns verabschieden. Je früher, desto besser Glück und Zufriedenheit sind übrigens selbst keine Motivatoren, sondern sie stellen sich dann ein, wenn wir uns trauen, unseren wahren Motiven zu folgen Und so geht es mir gerade prächtig, obwohl ich längst im Büro sein sollte. Arbeit-Schwänzen macht manchmal selbst Selbständige sehr, sehr zufrieden.
Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag und genießen Sie die Adventszeit!
Ihre Monika Scheddin
Das Reissprofil erhalten Sie immer in Verbindung mit einem persönlichen Coaching.
Mehr unter: http://www.reiss-profil.de.
