Was denkt mein Gegenüber? Oft liegen wir mit unseren Vermutungen voll daneben.

03. August 2015

 

Ein Taxifahrer holt seinen Fahrgast um sechs Uhr in der Früh nähe Münchner Freiheit ab. Ein Manager, der zum Flughafen möchte und hinten einsteigt. Sie machen sich auf den Weg und sind schnell auf der Autobahn. Plötzlich merkt der Taxifahrer, dass irgendetwas an seinem noch recht neuen Wagen nicht stimmt. Schneller als 120 fährt er einfach nicht. Die Straßen sind frei und sie fahren mit 120 Stundenkilometer über die leere Autobahn. Die gesamte Strecke. Der Taxifahrer schwitzt innerlich Blut und Wasser. Als sie am Ziel angekommen sind, setzt der Fahrgast an: „ Darf ich Ihnen etwas sagen?“ Oh je, denkt der Taxifahrer, jetzt kommt sie, die Beschwerde.

„Ich fahre seit 15 Jahren zwei Mal wöchentlich diese Strecke zum Flughafen. Das war die beste und entspannendste Fahrt, die ich je hatte. Vielen Dank dafür!“

 Ende Juli auf dem Weg nach Basel erzählte mir mein Taxifahrer diese Geschichte und ich fühle mich reich beschenkt.

 

 

Warum schmeißen gut ausgebildete Frauen ihren Job einfach hin?

02. Juli 2015

Nicht, weil sie Familie, Kinder und Beruf nicht unter einen Hut kriegen.

Sondern:

68 % keine Anerkennung im Job

65 % kaum Mitspracherecht bei Entscheidungen

64 % männerdominierte Arbeitsumgebung.

 

Also, wenn schon Spagat, dann soll der Beruf Sinn machen und Freude bereiten.



Eine erhellende Studie von Gender Surveys, Barbara Annis & Associates, 2005 – 2012. Gefunden SZ Plan W 1/2015

Ungeschickt

29. Juni 2015

Neulich war ich verabredet. Zum Sporteln.

Kurzfristig kam eine Absage "zuviel zu tun" und das Wetter sei ja auch nicht gut genug. Just in dem Moment erschien bei Facebook eine Meldung "Frau X" ist mit "Frau Y" auf einer Veranstaltung ganz in Deiner Nähe. Original-Ton! 

Und die Moral von der Geschicht: entweder die Wahrheit sagen oder Vorsicht beim Eintrag in Facebook-Teilnehmer-Listen.

2 Networking-Fehler, die Sie besser nicht machen

22. Juni 2015

1) Rügen Sie treulose Tomaten nicht.
Es ist nun mal so, manche Menschen gehen zum Selbstschutz auf Tauchstation. Oder sie sind so beschäftigt mit Job, Problemen mit Kindern oder kranken Eltern, dass sie im Moment einfach andere Prioritäten haben. Wir wissen es einfach nicht. Deshalb: Im Zweifel für den "Angeklagten".
Hier ein schönes, sehr zutreffendes Zitat von meinem Kollegen Keith Ferrazzi: "Es kommt häufig vor, dass sich jemand nicht bei einem meldet. Dann muss man sein Ego beiseite schieben und beharrlich weiter anrufen oder schreiben. Und wenn der Kontakt dann irgendwann zustande kommt, sabotieren Sie Ihre Bemühungen nicht durch Bemerkungen, wie sehr Sie sich geärgert haben, dass sich die betreffende Person nicht so schnell bei Ihnen gerührt hat wie Sie das gewünscht hätten. Genausowenig sollten Sie sich für Ihre Hartnäckigkeit entschuldigen. Benehmen Sie sich so, als hätten Sie die Person gleich beim ersten Anruf erreicht. Machen Sie es für alle Beteiligten angenehm."

2) Vergessen Sie niemals die Person, die Sie ins Spiel gebracht hat. Auch hier möchte ich Keith Ferrazzi zitieren: "Ich habe einmal den Fehler gemacht, einen neuen Bekannten auf eine Party einzuladen, nicht aber die Person, die uns miteinander bekannt gemacht hatte. Das war ein schrecklicher Fehler und ein unglückliches Fehlurteil meinerseits. Vertrauen ist beim Beziehungsaustausch ein unentbehrliches Element."

 

Dazu passt mein Buchtipp: Geh nie alleine essen! und andere Geheimnisse um Networking und Erfolg. Keith Ferrazzi und Tahl Raz. books4success

Jetzt noch mehr Praxis: Ausbildung zum zertifizierten Business-Coach

19. Juni 2015

Seit 1999 biete ich mit großer Freude und Erfolg ein Mal im Jahr eine Coaching-Ausbildung an.

Jetzt noch intensiver und innovativer: 15 Tage Ausbildung, 3 Supervisionstreffen, 1 Perspektiven-Einzelcoaching und 8 schriftliche Coaching-Übungsanleitungen. Dazu das Wissen aus meiner gesamten Schatztruhe aus 24 Jahren Coaching in Checklisten und Coaching-Übungen.

Modul 1 beginnt am 8. Oktober 2015 und kann einzeln zum Kennenlernen gebucht werden.

Die Ausbildung endet im Juni 2016.

Ich schicke Ihnen gerne die ausführliche Ausbildungsbeschreibung!

Ich freue mich auf Sie!

Von wem stammen die besten Ideen?

18. Juni 2015

Nicht nur Unternehmer, Manager oder Berater glänzen mit guten Ideen, sondern Kunden (41 %) und Mitarbeiter (33 %) sind allerbeste Ideen-Lieferanten.

Also: Fragen Sie Ihre Kunden, was sie brauchen. Und hören Sie Ihren Mitarbeitern zu. Zum doppelten Nutzen übrigens, denn die meisten Menschen verlassen ein Unternehmen, wenn sie sich nicht genug gewertschätzt fühlen. Anerkennung (gesehen und gehört werden) ist dabei oft wichtiger als Geld.

Als ich vor einigen Jahren in einem Seminar meine Kunden fragte, welches Buch ich als nächstes schreiben soll, kam die Antwort umgehend. Und so schrieb ich nach dem Networkingbuch das gewünschte Buch für Businessfrauen: die Diva. Was soll ich sagen – meine Kundinnen behielten Recht!

Einen schönen Tag wünscht Ihnen und Euch
Monika Scheddin

 


Die Zahlen basieren auf eine Studie von Grant Thornton. Quelle: Picture of the Future, Frühjahr 2010.

Online-Kurs Qualitätsnetworking

06. Mai 2015

Immer häufiger gab es den Wunsch meiner Kunden aus ganz Deutschland Networking in einem Webinar oder online-Kurs zu lernen. Und jetzt ist es endlich soweit!

Zusammen mit meinem sehr geschätzten Kollegen Joachim Rumohr (der Xing-Experte Nr. 1)  bieten wir ein Online-Seminar „Qualitätsnetworking“ an, das Sie jederzeit beginnen können und zwar bequem von zu Hause aus.

In der einen Woche Joachim Rumohr, in der nächsten ich, dann beantworten wir live persönlichen Fragen und der folgenden Woche haben wir einen spannenden Gast im Interview. Alles was Rang und Namen hat im Bereich Qualitäts-Networking wird dabei sein, z.B. Online-Marketing-Expertin Claudia Hilker, Mr. Elevator-Pitch Joachim Skambraks …Wir erfahren u.a.  von PR-Profis wie Small Talk gelingt und von Dr. Sylvia Löhken wie Introvertierte netzwerken.

Unsere Kooperationspartner, die Inhaber der so-geht’s-GmbH, Robert Mayerhofer und Hermann Plasa kenne ich seit Jahren. Was sie machen hat „Hand und Fuß“ und sie sind absolut vertrauenswürdig.

Wer also Qualitätsnetworking von der Pike auf lernen will, kann dies hier bequem tun.

    180 Tage Zugriffszeit
    18 Video-Tutorials
    7 aufgezeichnete Online-Coachings

Klicken Sie hier für Details

Ich würde mich sehr freuen, Sie in unserem Online-Kurs begrüßen zu dürfen!

Herzliche Grüße

Monika Scheddin

Ich zahle gerne Steuern …… und zwar am liebsten wenn sie gerecht sind!

13. April 2015

 

Ich zahle gerne Steuern, denn nur wer Gewinne macht, muss und kann auch Steuern zahlen. Ich weiß, wovon ich rede, denn es gab auch Zeiten im Zuge meiner Unternehmensgründung, in denen ich keine Steuern zahlen musste.

 

Was mir aber ein wenig gegen den Strich geht, sind unhübsche Worte wie „Zahllast“,  „Steuerschuld“,  „Versäumniszuschläge“ …. Irgendwie klingt das Wort „Steuerschuldner“ so, als hätten wir etwas falsch gemacht.

 

Aber meckern kann jeder. Was hätte ich denn gerne stattdessen?

Also ich fände es hübsch, einen Brief wie in dem folgenden Beispiel zu erhalten:

 

„Liebe Monika Scheddin,

herzlichen Glückwunsch: Ihr Jahr 2009 ist ja super gelaufen. Wir freuen uns mit Ihnen.

Sie haben einen Gewinn erzielen können, Sie geben x Personen eine Arbeitsstelle …. Damit gehören Sie zu den 33% * der Steuerzahler, denen das im letzten Jahr gelungen ist. Sie können stolz auf sich sein, denn: Im Jahr 2009 haben Sie ganz allein folgende Staatsausgaben finanziert:

2 m Autobahn

oder 2 Kinderspielplätze

oder eine Straßenlampe inklusive Beleuchtung

oder 10 Stadtbäume

oder die neue Kundentoilette im Finanzamt Stadtmitte

….

Wir bedanken uns im Namen der Gesellschaft für Ihren Beitrag und wünschen Ihnen auch weiterhin recht viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Elfriede Hinterhuber

Finanzamt München-Südost“

 

 

Ja, genau, ein solch’ persönliches Schreiben mit persönlicher Unterschrift und der Angabe der Verwendung meiner Steuergelder würde mir gefallen.

 

Und wenn es eine Stelle für deutsches „Abgabenmarketing“ gäbe, bedeutete dies vielleicht 50 neue Arbeitsplätze, weniger Steuerflüchtlinge und so eine Art positiven Nationalstolz in Sachen Steuern zahlen. Ist das nicht einen Gedanken wert?

 

Wünschte sich

 

Monika Scheddin (am 22.2.2010)

 

P.S. In Sachen Steuergerechtigkeit frage ich mich allerdings schon länger, warum jeder Handwerker seine Arbeitskleidung steuerlich absetzen kann, wir unseren Businessdress (den wir niemals privat tragen) aber nicht?

 

P.P.S. kaum sind fünf Jahre vergangen, erhalte ich diesen Brief (26. Januar 2015):

 

"Sehr geehrte Frau Scheddin,

als Mitglied der evangelischen Kirche haben Sie unsere Arbeit im vergangenen Jahr durch Ihren Kirchensteuerbeitrag unterstützt. Dafür danke ich Ihnen herzlich … Denn mit Ihrer Hilfe können wir vielfältige Aufgaben erfüllen …. Ihr Mitgliedsbeitrag ist für uns keine Selbstverständlichkeit….."

 

Das finde ich gut!

:-)

 

 

 

* alle Zahlen sind frei erfunden. Wer korrekte Angaben hat – gerne her damit!

 

Mit dem Netzwerken sollte man beginnen, wenn es gut läuft

08. April 2015

hier ein Interview der Nürnberger Nachrichten

zum Thema Business-Netzwerke: 

wie man das passende findet, wie man Fehler vermeidet ….

 

Meine 10 Lieblingsbücher

04. April 2015

 

Neulich bin ich nach einer Liste meiner 10 persönlichen Lieblingsbücher gefragt worden. Eine Frage, die ich nicht mal eben so auf die Schnelle beantworten wollte und konnte.

Und da passte es zusammen, dass ich mich leider von ein paar meiner Bücher trennen muss.

„Du hängst schon sehr an deinen Büchern …?“ fragte mich meine Freundin Cordula vor einigen Monaten. Und ich verstand sofort, was sie meinte. Mehr Worte brauchte es nicht.

So ein Trennungsprozess geschieht bei mir nicht von heute auf morgen. Und so verabschiede ich aktuell jeden Tag ein einziges Buch. Die meisten landen in einer Kiste mit Verschenkbüchern, einige wenige Unvermittelbare schweren Herzens im Altpapiercontainer.  Doch vorher wird jedes einzelne mit Wertschätzung durchgeblättert und das eine oder andere Zitat gesichert.

Und so kommt mein Bücherregal zu neuer Atemluft und ich so ganz nebenbei zu meiner Lieblingsbücherliste – Stand April 2015:  

  1.  Die Wand von Marlen Haushofer steht seit vielen Jahren bei mir auf Platz 1.
  2.  Ein Strand für meine Träume, schön illustriert vom Kabel-Verlag: man liest es schnell durch, ist verzaubert, lernt überhaupt nichts dazu, sondern ist einfach anschließend nur gut drauf.
  3. Siegfried Lenz seine Schweigeminute – lest selber. Ein Vergnügen.
  4.  Manfred Krug, der einzige mir Bekannte, der in die DDR geflüchtet ist. Ein großartiger und  faszinierender Mensch, den ich unbedingt einmal persönlich treffen möchte.
  5. Thommie Bayer – herrlich eigenwillige und humorvolle Lektüre.
  6.  Travel Guide „Molwanien“ – unbedingt eine Reise wert. :-) Ein Geschenk von meiner Freundin Anke Meyer-Grashorn.
  7.  Den Knesebeck-Bildband „Freundschaft, Familie, Liebe & Lachen“ blättere ich immer mal wieder durch. Er ist nicht der einzige Bildband aus diesem tollen Verlag, den ich besitze.
  8. Meine beiden Bücher „Networking“ und „Wecke die Diva in dir“ gehören auch auf meine Liste, weiß ich doch, wieviel Erfahrung und Herzblut drin steckt. Bin manchmal selber ganz erstaunt, was ich seinerzeit so geschrieben habe.
  9. Und das Buch Povocative Therapy von Frank Farrelly steht stellvertretend für alle Bücher, die mir Kollegen mit liebevoller persönlicher Widmung geschenkt haben. Das weiß ich sehr zu schätzen und nehme es unbedingt persönlich! :-)
  10. Small World“ von Martin Suter, bereits 1997 erschienen, ist der wohl schönste und berührendste Roman über einen alten Mann mit Alzheimer. Ein Buch mit Happy End. Nicht auf dem Foto, weil ich es vor Jahren an irgendwen verliehen habe.  

 

Wie sieht denn Ihre / Deine Top10-Liste aus?

Und wie sah sie mal aus? Bei mir standen irgendwann einmal „Der Medicus“ und „1984“ von George Orwell auf der Lieblingsliste. Bücher, die auch bei dieser Aufräumaktion nicht weggeben werde, auch wenn ich sie vermutlich nie wieder lesen werde.

Und noch eine Liste wäre interessant: Bücher, die gefühlt ALLE gut fanden, absolute Bestseller, die mich persönlich völlig kalt ließen.

In dem Sinne – frohe Ostern wünscht Ihnen und Euch

Monika Scheddin

 

P.S. kaum ist meine Top-10-Liste fertig, fällt mir noch ein Lieblingsbuch ein: Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Ein ganz, ganz tolles, trauriges und auch lustiges Buch.